Hey! Ich bin Anya, Indie-Autorin und Tagträumerin.
Hattest du zu Schulzeiten auch jemanden in deiner Klasse, der alle im unmittelbaren Umfeld genervt hat, weil ständig die Frage kam: „Wo sind wir gerade? Was sollen wir gleich nochmal machen?“
Ja?
Sorry, das war dann wohl ich.
Ständig mit dem Kopf woanders, am liebsten in meiner eigenen Fantasywelt – und das schon seit der Grundschule. Meinen ersten Roman, Die Chroniken des Ozeans der Träume, habe ich mit vierzehn in einer besonders langweiligen Mathestunde begonnen. Mein Mathelehrer und meine Eltern waren damals nicht sonderlich begeistert, und trotzdem bereue ich es nicht. Denn die Reise zum Ozean der Träume hat mein Leben verändert. Vielleicht verändert sie ja auch deines!
Schreiben aus tiefster Leidenschaft
Seit ich schreiben kann, schreibe ich. Angefangen habe ich mit Fanfictions zu meiner absoluten Lieblingsserie Avatar – Der Herr der Elemente und, als ich ein bisschen älter war, zu One Piece (bitte sucht nicht nach den Fanfictions!). Über Kurzgeschichtenwettbewerbe kamen immer mehr eigene Ideen dazu. Aus einer dieser Geschichten, die bei einem Schreibwettbewerb den zweiten Platz belegte, wurde Die Chroniken des Ozeans der Träume.
Heute nutze ich jede freie Minute, um zu schreiben, neben meinem Hauptjob in einer Kita.
Warum ich schreibe, was ich schreibe
Mit dreizehn bekam ich meinen ersten Boys-Love-Manga in die Hände. Ich, die katholische Unschuld vom Lande, war schockiert. Und gleichzeitig fühlte ich mich ein wenig wie Iona im zweiten Teil der Chroniken, die plötzlich in einer fremden, atemberaubend aufregenden Welt steht.
Danach las ich so ziemlich jede MM-Romance, die ich finden konnte, und merkte, dass diese Liebe auch 2012 noch ein Tabuthema war. Das machte mich traurig. Ich begann, mich mit den Rechten queerer Menschen und ihren Geschichten zu beschäftigen, auch mit Filmen wie Prayers for Bobby, und sah, wie schambehaftet dieses Thema für viele ist. Irgendwann wusste ich: Ich will dazu beitragen, das zu ändern. Es kam mir zutiefst ungerecht vor, dass heterosexuelle Paare lieben dürfen, wie sie wollen, zwei gleichgeschlechtliche Menschen aber nicht. Oder, mit Alans Worten: Warum war meine Liebe weniger wert als ihre?
Ich habe das Privileg, mich im Alltag nicht mit Anfeindungen wegen meiner Identität oder sexuellen Orientierung auseinandersetzen zu müssen. Deshalb möchte ich dieses Privileg nutzen: mit Worten, mit Geschichten und mit Gefühlen. Für alle, die es nicht haben. Und für alle, die sich in meinen Büchern endlich einmal gesehen fühlen sollen.